Am Mittwoch, dem 31. Oktober, hielt ao.Univ.-Prof. Dr. Peter Teibenbacher vom Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte im Rahmen des Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsseminars einen Vortrag zum Thema "Der Erste Demografische Übergang in Österreich".
Der Erste Demografische Übergang setzte in den meisten europäischen Regionen/Ländern im Laufe der 2. Hälfte des 19. Jahrhudnerts ein und war spätestens in den 1930er Jahren abgeschlossen. Dieser Übergang bedeutete vor allem einen starken Rückgang in der Sterblichkeit und einen markanten Rückgang in der Fertilität. Dieser Prozess leitete also das ein, was wir heute beobachten: niedrige Sterblichkeit und niedrige Fertilität. Der Vortrag geht den regionalen Streuungen und Abweichungen in diesem Prozess nach und versucht, aus je regionalen Kontextstrukturen Erklärungen für diesen Prozess bzw. Abweichungen von diesem zu geben. Die Erklärungsansätze sind vielfältig und reichen von der Favorisierung ökonomischer Faktoren (Kosten-Nutzen-Rechnung) über eine solche soziologischer Einflussgrößen (Erwartungshaltungen und soziale Position der potentiellen Eltern etc.) bis zur Betonung kultureller Faktoren (Religion, Sprache etc.).
Allegmeine Informationen zum Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsseminar finden Sie auf der Website der Fakultät.