Am 15. und 16. November 2012 fand an der Universität Graz die internationale wissenschaftliche Konferenz "Epochenbrüche im 'kurzen' 20. Jahrhundert (1917/18 – 1945 – 1989/91)" statt. Diese vom Cluster Geschichte der Ludwig Boltzmann-Gesellschaft in Kooperation mit dem Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte veranstaltete Konferenz präsentierte in einer einmaligen Zusammenschau die neuesten Forschungen zu diesen Wendejahren europäischer Geschichte. Weitere Informationen zur Veranstaltung sind dem Programm zu entnehmen.
Der seit 2005 bestehende Cluster Geschichte der Ludwig Boltzmann Gesellschaft beschäftigt sich mit der Erforschung und Vermittlung der europäischen Geschichte mit dem Schwerpunkt auf dem 20. Jahrhundert. Die beiden Weltkriege, die Krisen der Demokratien und die unterschiedlichen Formen von Diktaturen (Faschismus, Autoritarismus, Kommunismus), Holocaust, Genozide und massenhafte Verfolgung von ethnischen, religiösen, sozialen und politischen Gruppen gelten als zentrale Ereignisse im 20. Jahrhundert. Davon werden im heutigen Europa nicht nur wesentliche struktur- und mentalitätsgeschichtliche Muster, sondern bis nahe an die Gegenwart auch vielfältige individuelle und kollektive Erinnerungen, kulturelle Gedächtnisproduktionen, Vergangenheitspolitiken und nationale Identitäten geprägt.